Bibel

Die Bibel ist „Das“ Buch der Christen (und zum Teil auch der Juden), das seit fast 2000 Jahren unsere Grundlage bildet. Sie erzählt davon, wie Menschen Gott erleben und ist so abwechslungsreich und bunt, wie Gott und Menschen es eben sind.

Trotzdem ist zur Zeit unter Jugendlichen keine besondere Begeisterung zu spüren, wenn es um die Bibel geht. Vielleicht liegt es daran, dass sich zu viele Vorurteile eingeschlichen haben? Oder daran, dass man die amtlichen Übersetzungen halt nicht so gut versteht? Oder man hat das Buch einfach so aufgeschlagen und ist bei Stammbäumen oder Gesetzestexten gelandet? Viele von uns, die Gott begegnet sind, haben jedenfalls neue Lust daran gefunden, in der Bibel zu lesen, um mehr von Gott zu erfahren.

Vielleicht versuchst du es mal in einer gut verständlichen Übersetzung als Einstieg, zum Beispiel in der „Bibel im heutigen Deutsch“. Für das allererste „Beschnuppern“  gibt es auch die „Volxbibel“ (Bibel im Szenedeutsch).

Ganz kurz zusammengefasst wird man Folgendes in der Bibel finden:

Die Bibel ist in das Alte und das Neue Testament unterteilt. Im Alten Testament wird die Geschichte des Volkes Israel beschrieben und es ist deutlich zu erkennen, dass, wenn Israel auf Gott hört, es ihm gut geht und dass, wenn die Israeliten anderen Göttern nachlaufen, es ihnen schlecht geht (das ist jetzt natürlich sehr kurz).

Im Neuen Testament wird uns von den vier Evangelien das Leben Jesu, sein Tod und seine Auferstehung vor Augen geführt. Sie zeigen uns, wie Jesus gehandelt und mit welcher Liebe er den Menschen, vor allem den Ausgestoßenen, begegnet ist. Diese Liebe soll eine Motivation sein, auch selbst so zu handeln, wie Jesus es damals getan hat. In der Apostelgeschichte und den Briefen kann man sehen, wie seine Jünger und Nachfolger diese Botschaft umgesetzt haben (oder nicht).

Es ist die Wahrnehmung vieler Christen, dass man beim Lesen in der Bibel nicht nur etwas über Gott erfährt, sondern dass er selbst durch diese Worte uns anspricht. Es kann geschehen, dass die Lesenden ganz konkret in ihrer Lebenssituation Glaube, Hoffnung und Liebe erfahren. Genauso gut kann es natürlich auch passieren, dass man erst mal nichts versteht oder sich ärgert (s.o.). Das macht aber gar nichts, wenn man ein kleines bisschen Geduld mitbringt. Nicht alles muss man auf den ersten Blick verstehen. Mark Twain wird der Satz zugeschrieben: „Mich beunruhigt an der Bibel nicht das, was ich nicht verstehe, sondern das, was ich verstehe.“

Aber, wie gesagt: Schau selbst mal rein!

(Benedikt Brunnquell)