Liturgie

Liturgie heißt Gottesdienst. Am Anfang steht, dass Menschen Gott feiern möchten. Wir wollen ihm dienen, er dient uns. Im Zentrum der Liturgie steht zum einen das schier Unglaubliche, dass der Mensch Gott nahen darf.

Zum anderen zeigt sich in der Liturgie genauso, dass es nach Gottes Willen ist und dem Menschen gut tut, wenn er in Gemeinschaft vor Gott steht.

Es ist nicht zu leugnen, dass unsere Gottesdienste einen hohen Abstraktionsfaktor haben, der es jungen Menschen nicht eben leicht macht, Gottes Wirken zu entdecken. Es geht hierbei um Handlungen, die etwas ausdrücken sollen, die etwas Besonderes zum Ausdruck bringen sollen. Dies gibt es genauso im Alltag (zum Bsp. ein Kuss unter Verliebten), erst recht in der Liturgie. Diese symbolischen Handlungen sind nur leider nicht mehr allen zugänglich, weil sie sich nicht mehr unmittelbar eingänglich machen.

Man kann also sagen, dass Liturgie bedeutet, dass unser Glaube durch Symbole und Handlungen ausgedrückt wird. Dies kann ganz „klein und einfach“ sein: Eine brennenden Kerze, die uns an die Gegenwart und die Liebe Gottes erinnern soll. Oder Weihrauch, der uns sichtbar vor Augen führt, wie unsere Gebete zu Gott empor steigen. Oder eine Kniebeuge im Gottesdienst, die einen Ausdruck von Ehrfurcht darstellt.

Jede Art von Gottesdienst, den wir feiern, hat seine eigene Ordnung, eine Abfolge von Gebeten, Lesungen, Predigt, Gesängen und Musik. Auch die äußerliche Wahrnehmung ist Teil der Liturgie: Die Bewegungen, die Gestik, die Gewänder und der Gebrauch von Geräten im Gottesdienst.

Es ist unser (JCE)-Anliegen, jungen Menschen einen neuen unverstellten Zugang zur Liturgie zu eröffnen und in der Liturgie gemeinsam zu erleben, dass er uns dient und wir ihm.

(Martin Birkenhauer)