Vorsehung

In der Bergpredigt spricht Jesus davon, sich zuerst Gott und seinem Reich zu verschreiben, danach falle seinen Jüngern alles andere zu. Dies gilt dann auch für ihren Lebensunterhalt.

In der Nachfolge entdecken Gottes Kinder immer wieder Geschenke am Wegesrand, die ihnen einfach „zufallen“. Diese kleinen Zeichen am Wegesrand verstehen wir nicht einfach als Zufälle, sondern als seine Vorsehung.

Voller Einsatz und Gottvertrauen gehören zusammen, auch wenn diese zuerst mal als Gegensätze gesehen werden könnten.

Ganz radikal vertrauen viele Gläubige in den verschiedenen Orden, aber auch außerhalb, darauf, dass Gott sich um sie kümmern wird. Sie leben ohne festes Einkommen nur von Spenden, also nur von der Versorgung durch Gott. Dabei erleben sie oft, wie großzügig Er sie beschenkt.

Es ist die bleibende Aufgabe von allen, die sich in die Nachfolge Jesu begeben haben, Höhepunkte und Niederlagen aus Gottes Hand zu nehmen. Wer sich Gottes Vorsehung anvertraut, wird nie mehr aufhören, nach dem Sinn seines Lebens zu fragen, Enttäuschungen und Glück in seinem Licht zu deuten.

(Tobias Mayer)